Coronavirus: Bekomme ich jetzt mein Geld für Fitness-Studio, Sky-Abo und Konzerttickets zurück?

Coronavirus: Bekomme ich jetzt mein Geld für Fitness-Studio, Sky-Abo und Konzerttickets zurück?

Vielerorts ist das öffentliche Leben bereits zum Erliegen gekommen und zahlreiche Anbieter können vertraglich vereinbarte Leistungen aktuell nicht erbringen. Für Verbraucher empfiehlt es sich, eigene Verträge zu prüfen und Ansprüche zeitnah anzumelden.

Fitness-Studios und Streaming-Angebote: Was passiert mit der Zahlungspflicht?

Selbst chronisch abwesende Mitglieder dürften es mitbekommen haben: Fitness-Studios sind geschlossen. Was bedeutet das für laufende Verträge?

Spätestens mit der bundesweiten Kontaktsperre wurden öffentlich-rechtliche Maßnahmen erlassen, die Betreiber von Sportanlagen vorerst zwingen, den Betrieb einzustellen. Vertragliche Leistungen sind vorerst unmöglich geworden. Da dem Verbraucher somit auch der Anspruch auf Gegenleistung entfällt, muss für die Dauer der Beschränkungen kein Beitrag gezahlt werden. Viele Betreiber bieten eine Pausierung des Vertrags an oder verlängern seine Laufzeit kostenfrei.

Ähnlich verhält es sich mit „Sport-Paketen“ bei Anbietern wie Sky oder DAZN: da sämtliche Wettbewerbe vorerst abgesagt sind, können Leistung und Gegenleistung nicht erbracht werden – Rückforderungen werden auch hier mit Gutscheinen oder kostenfreien Vertragsverlängerungen beantwortet.

Vereinsmitgliedschaften hingegen sind nach herrschender Meinung jedoch weiter zu bezahlen. Denn Beiträge seien nicht an Leistungen geknüpft, sondern dienten der Deckung von Ausgaben. Hier geht es auch darum, das Überleben gemeinnütziger Organisationen zu sichern.

Absage Öffentlicher Veranstaltungen

Nun, da öffentliche Veranstaltungen allesamt untersagt wurden, können auch Konzerte und Sportveranstaltungen nicht stattfinden. Verbraucher haben hier die Wahl: sie können eine Verschiebung akzeptieren, Gutscheine des Veranstalters annehmen oder Rückzahlungen veranlassen. Branchenvertreter hoffen darauf, dass viele Menschen einen späteren Termin hinnehmen, da die wirtschaftliche Situation vor allem kleinerer Veranstalter eine Rückzahlung an alle Käufer kaum zulässt.