Zufriedenheit mit ärztlicher Betreuung in Deutschland

Zufriedenheit mit ärztlicher Betreuung in Deutschland

Die Ausgaben des deutschen Gesundheitssystems steigen seit Jahren kontinuierlich an und liegen im Regelfall immer deutlich über dem Wachstum des BIP. Aktuell kostet das deutsche Gesundheitssystem über eine Milliarde – pro Tag.

Das Thema wurde und wird bereits vielfach diskutiert. Es ist momentan nicht absehbar, wann die Kostenspirale wirksam unterbrochen wird und vor allem, wie man dies macht. Hierzu werden die Diskussion weiter gehen.

Wir wollten aber wissen, wie es um die Zufriedenheit der Patienten in Deutschland steht. Denn die enormen Ausgaben sollten sich in einer recht hohen Zufriedenheit mit der gesundheitlichen bzw. ärztlichen Versorgung widerspiegeln.

Die DtGV untersucht regelmäßig die Qualität der privaten und der gesetzlichen Krankenkassen.

Auch Zusatzversicherungen und Vorsorgeprodukte stehen häufig im Fokus der DtGV-Tests, zum Beispiel

In einer jüngsten repräsentativen Untersuchung von Globis Consulting aus 2019 wurde gefragt, wie zufrieden Deutsche mit der ärztlichen Versorgung in Deutschland sind. Die Ergebnisse zeigen eine deutliche grundsätzliche Zufriedenheit der Deutschen mit der ärztlichen Versorgung.

Mehr als 50% der Befragten ab 18 Jahren gaben auf einer Schulnotenskala von 1 bis 6 an, eine sehr hohe oder hohe Zufriedenheit zu haben.

Allerdings sind es vor allem die Männer, die für dieses positive Ergebnis sorgen. Frauen schätzen die Betreuung nicht so gut ein.

Sehr junge und sehr alte Befragte sind ebenfalls zufriedener, genauso wie Versicherte in den privaten Krankenversicherungen.

Auch mit Blick auf das Ausland sind die Deutschen mit ihrem Gesundheitssystem weitgehend zufrieden. In der Messung der Zufriedenheit nach Schulnoten (mit 1 = sehr zufrieden), sehen deutsche Patienten im deutschen Gesundheitssystem echte Vorteile.

Es sind auch hier die älteren Befragten ab 60 Jahren die die Vorteile des deutschen Gesundheitssystem gegenüber dem Ausland stark hervorheben.

Die Versicherten der privaten Krankenversicherung stimmen dieser positiven Sichtweise zu, sind dabei aber erkennbar zurückhaltender.